Gemeinsam sind wir stark

STS Am Heidberg gewinnt Landeswettbewerb "Starke Schule"

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn "Wir sind stark, weil jeder an dieser Schule die gleiche Chance auf einen Schulabschluss hat", sagt ein Schüler der Stadtteilschule Am Heidberg in einem kurzen Filmausschnitt zur Jury-Entscheidung "starke Schule". Und die Jury des von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgelobten Wettbewerbes "Starke Schule, Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" sieht das genauso. Denn die Langenhorner Stadtteilschule wurde als beste Schule in Hamburg ausgezeichnet. Ebenfalls noch mit im Rennen um die Treppchenplätze waren die Stadtteilschule Poppenbüttel und die Erich-Kästner-Schule. Bundesweit haben rund 650 allgemeinbildende Schulen teilgenommen, ihre Stärken in einem 40-seitigen Heft festgehalten und sich anschließend einem Hospitationstag in der Schule gestellt. In vier Kategorien zeigte die Schule an der Tangstedter Landstraße, warum die Langenhorner Schüler besonders gut auf das Leben nach der Schule vorbereitete werden: Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Übergänge meistern und Netzwerke nutzen lauteten die Anforderungen. Schulleiterin Helga Smits und Katja Jürgens-Gropengiesser als Abteilungsleiterin der Klassen acht bis zehn sind nach der Bewerbung sicher: "Wir sind stark, weil wir die Schüler unterstützen, starke Persönlichkeiten zu werden." Stolz sind sie gemeinsam mit dem gesamten Kollegium, dass die Schule inzwischen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten die Schüler unterstützt. "Das geht los mit der Lernzeit in Klasse fünf und sechs.
Wir sind stark - das finden Schüler der 10. Klasse der Stadtteilschule Am Heidberg gemeinsam mit Schulleiterin Helga Smits (l.) und Katja JürgensGropengiesser (hinten Mitte) Foto Nowatzky
Jeden Tag arbeiten die Schüler als erstes selbständig intensiv an einer Sache, die Lehrer beraten dabei", erzählt Helga Smits. So lernten die Schüler, sich selbst Ziele zu setzen. Um ihre Begabungen zu nutzen oder auch neue auszuprobieren dürfen sich die Schüler ab Klasse 9 für eine Profilklasse entscheiden. Kunst, Natur, Sport - der Schwerpunkt der Arbeit an den Profiltagen ist dann je nach Klasse unterschiedlich. Ebenfalls ab neun gibt es in Langenhorn Lernentwicklungsgespräche mit jedem Schüler - dreimal setzen sich Schüler, Eltern und Lehrer zusammen und schauen gemeinsam, welches Ziel erreichbar ist. Und dann wird gemeinsam entschieden, ob Ferienpraktika unterstützt werden oder sogar zusätzliche Praktika während der Schulzeit, um schon mal in das Arbeitsleben hinein zu schnuppern. "Wenn kein Abschluss nach der zehn in Aussicht ist, machen manche bis zu vier Praktika während des Schuljahres. Und oft steht am Ende ein Ausbildungsplatz in Aussicht", erklärt Jürgens diesen Baustein ins Berufsleben. Die Schule pflegt darum auch viele Partnerschaften, um ihren Schülern mehr anbieten zu können. Neben besonderen Kursen zum Beispiel auch die Weiterbildung zum Trainerassistenten für die Schüler des Sportprofils schon während der Schulzeit, die Ausbildung zum Veranstaltungstechniker oder - gerade ganz neu - eine 2-jährige Erkundung von Berufen in der Luftfahrt bei der Lufthansa mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz für die besten Schüler. Mit diesen Bausteinen holte die Langenhorner Schule den ersten Platz im Wettbewerb und nahm die Auszeichnung von Prof. Dr. Josef Keuffer, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, entgegen. Und so gilt für alle der Satz einer Schülerin im extra produzierten Kurzfilm: "Wir sind stark, weil wir die Auszeichnung als Gemeinschaft erreicht haben."
Erschienen: Wochenblatt Langenhorn, Ausgabe 5 2015