Weihnachtsstress für Paket-Dienste

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn Im Wagen von Daniel Schaefer stapeln sich 230 Pakete, die meisten sind in standardbraune Kartons verpacke, viele kommen von großen Online-Versendern. Doch auch ein buntes Weihnachtspaket findet sich schon in seinem Wagen. Der DHL-Zusteller fährt jeden Tag seine Tour durch Friedrichsgabe, jetzt vor Weihnachten ist sein gelber Lieferwagen fast doppelt so voll wie im restlichen Jahr. "3,4 Millionen Pakete haben wir in Deutschland jeden Tag bundesweit - vor Weihnachten sind es manchmal mehr als sieben Millionen Päckchen pro Tag", sagt DHL-Sprecher Martin Grundler. Damit die Weihnachtsgeschenke rechtzeitig ankommen, hat Zusteller Schäfer ein paar Tipps: "Wer jetzt etwas erwartet und schon weiß, dass er nicht zu Hause ist: Am besten einen Garagenvertrag bei mir abgeben oder gleich in die Packstation bestellen." Denn oft klingelt der Zusteller umsonst. "Bei drei bis vier Nachbarn kann ich klingeln, wenn da auch keiner ist, muss ich das Paket wieder mitnehmen", bedauert Schaefer. Denn sonst schafft er besonders vor Weihnachten die restliche Tour nicht. Dann müssen seine Kunden die Pakete in der Postfiliale an der Rathausallee abholen. Noch am Vormittag des 24. Dezember liefert Schäfer in seinem Bezirk aus. "Dann ist es besonders schade, wenn ich Pakete wieder mitnehmen muss", findet er. Wer selbst noch Geschenke innerhalb Deutschlands verschicken möchte, kann sie sogar noch bis zum 23. Dezember 10 Uhr in einer Postbank-Filiale oder bis 22. Dezember 18 Uhr in einer Partner-Filiale oder einem DHL-Paketshop abgeben.
Erschienen: Wochenblatt Langenhorn, Ausgabe 51 2014