Bald besser über den Kohfurth?

Seniorenbeirat beantragt Straßeninsel für sichere Querung

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Auf der einen Seite das Herold-Center, über 160 Wohnungen und die Senioren-Wohnanlage Emma-Plambeck-Haus, auf der anderen Seite ein großer Discounter. Dazwischen liegt die vielbefahrene Straße Kohfurth. Wer als Fußgänger auf die andere Seite will, kann bisher entweder die Querung am Garstedter Feldweg oder die Ampel an der Marommer Straße nutzen. Doch dazwischen liegen etwa 300 Meter - zu viel, findet Jürgen Peters vom Seniorenbeirat. "Für jeden, der nicht mehr ganz schnell über die Straße kommt, ist es hier gefährlich", sagt er stellvertretend für den Beirat. Viele gerade ältere Bürger haben ihn und seine Mitstreiter deswegen angesprochen. "Aber nicht nur Ältere kommen hier schlecht über die Straße", hat Peters beobachtet. Auch für Eltern mit Kinderwagen und Radfahrer hält er einen Übergang mit einer kleinen Insel in der Mitte der Straße für sinnvoll. Die südliche Überquerung werde heute vor allem von Radlern benutzt, die dann auf der linken Seite verkehrswidrig weiter Richtung Lidl führen, hat Peters beobachtet. "Auf der Ulzburger Straße sind diese Übergänge auch enger beieinander", hat er gemessen. Am Donnerstag will Jürgen Peters im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr auch selbst für den Antrag werben. Sein Argument: Schon vor zwei Jahren wurden rund 15.000 Kraftfahrzeuge pro Tag auf der Straße gemessen, durch die Erschließung des Garstedter Dreiecks wird die Zahl weiter steigen. Dann wird die Überquerung der 7,70 Meter breiten Straße auch zu den Bushaltestellen auf der westlichen Seite noch schwieriger. Ein Überweg wie schon am Garstedter Feldweg würde die Überquerung in zwei Schritten ermöglichen, ohne den fließenden Verkehr zu behindern. Norderstedts Verwaltung steht der Querung aufgeschlossen gegenüber. "Die Stadt Norderstedt wird die Möglichkeiten zur Schaffung einer Querungshilfe erneut prüfen! Für die Verwaltung ist der Wunsch grundsätzlich nachvollziehbar. Die Fragen von Flächenverfügbarkeit und Haushaltsmitteln sind Teil der Prüfung", so Stadtsprecher Bernd-Olaf Struppek.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 48 2014