!doctype html> Stefanie Nowatzky - Bärenhelfer

Bärenhelfer des Polizeipräsidenten verabschiedet

Immer den Überblick behalten

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn Axel Troeger hat bis zum Schluss den Überblick behalten: Mit einem Flug mit dem Polizeihubschrauber Libelle auch über seine Wache, das PK 34, hat der 60-jährige Wachhabende der D-Schicht seinen letzten Dienst am Revier in Langenhorn beendet. Von dort hatte er dann auch den besten Überblick auf den Abschiedsgruß der Kollegen: Mit einem auf der Wiese ausgelegten Banner grüßten sie in extra großen Buchstaben: "Tschüss Axel". Als Wachhabender musste Troeger die Übersicht über Beamte, Fahrzeuge, Einsätze. Lagen, Schlüssel, Gefangene - also über das komplette Geschehen seiner Schicht vom Techniktisch im Erdgeschoss des Reviers am Wördenmoorweg behalten. Das galt auch als Ausbilder - genannt Bärenführer - für jüngere Kollegen: Sein bekanntester Schützling: Ralf-Martin Meyer, heute Polizeipräsident der Hansestadt. Privat behält der Harleyfahrer gerne auf dem Motorrad den Überblick. Und auch als bekennender HSV-Fan ist Überblick ihm wichtig: Für die Heimspiele hat der zweifache Familienvater eine Dauerkarte. Während Troeger seinen Ruhestand plant, sind die Stadtteilpolizisten des PK 34 mit einer besonderen Aktion unterwegs. Mit einer großen Offensive arbeiteten sie gegen die hohen Einbruchzahlen im Herbst. Nach Info-Veranstaltungen bei der Kriminalpolizei und auf verschiedenen Veranstaltungen im Stadtteil verteilen die neun Stadtteilpolizisten Informations-Material rund um den Einbruchschutz auch direkt an die Haushalte. "Wir bestücken die Briefkästen rund um Tatorte", sagt Thomas Schwichtenberg, Stadtteilpolizist für Fuhlsbüttel und Hummelsbüttel. 20.000 Briefe wurden für ganz Hamburg gepackt, allein 600 haben die Beamten des PK 34 schon verteilt. "Wir machen das weiter, je nach Einbruchzahlen", erklärt Martin Neupert, zuständig für Langenhorn-Nord. Neben Tipps zur Sicherung von Fenstern und Türen und Hinweisen auf Beratungen durch die Polizei enthält der Umschlag auch ganz praktische Vorschläge zum Nachbarschafts-Schutz. "Rufen Sie uns lieber einmal zu viel an", bitten die Beamten.
Erschienen: Wochenblatt Langenhorn, Ausgabe 45 2014