Mit menschlicher Wärme heizen

Passivhaus-Bau in Garstedt

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Am Birkenweg entsteht für 4 Millionen Euro das erste Passiv-Mehrfamilienhaus der Wohnungsbaugesellschaft Plambeck. "Wir waren immer schon innovativ und das wollen wir auch mit diesem Energiekonzept bleiben", begründet Geschäftsführer Volker Heins die Entscheidung. Für die Mieter der 18 freifinanzierten 2- bis 4- Zimmer Wohnungen bedeutet das: "Weit weniger Energiekosten", so Heins. Passivhäuser benötigen aufgrund ihrer guten Wärmedämmung keine klassische Gebäudeheizung. Die Wärme in einem Passivhaus entsteht durch Sonneneinstrahlung und die abgegebene Wärme von Geräten und Menschen. Besonders ist auch, dass die Temperatur in allen Räumen konstant gleich bleibt. Dafür sind Passivhäuser fünf bis 15 Prozent teuer im Bau als Häuser nach dem derzeit gültigen Energiestandard EnEV. Bei Einfamilienhäusern wurde diese Bautechnik in den vergangenen Jahren vermehrt eingesetzt, seltener für Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen. Das erste deutsche Mehrfamilienhaus in Passivbauweise steht seit 1999 in Freiburg. Am 28. August feiert Plambeck Richtfest für sein neues Bauprojekt. Ein ungewöhnlich später Termin, denn bereits jetzt sind die Fenster eingesetzt, im Gebäude hat bereits der Ausbau begonnen und vor dem Fest können sogar Gerüst und Kran noch abgebaut werden. Dafür können die künftigen Mieter - fast alle Wohnungen sind bereits vergeben - sich schon genauer vorstellen, wie ihr Haus zum Einzugstermin Mitte Januar 2015 aussehen wird.
Erscheint: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 34 2014