Über 7000 Temposünder in Norderstedt

Autofahrer tappen in die neuen Radarfallen

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Die silberne Säule an der Schleswig-Holstein-Straße ist erst seit wenigen Tagen in Betrieb, doch schon wurde hier der traurige "Blitzrekord" von Norderstedts neuer Geschwindigkeitsüberwachung ermittelt: 157 Stundenkilometer fuhr ein Autofahrer hier statt der erlaubten 60 Kilometer pro Stunde.
Erst wenige Tage in Betrieb: Der Blitzer an der Schleswig-Holstein-Straße. Foto Nowatzky
Dieselbe Regelung gilt auch an der Niendorfer Straße. Hier kommt es im Vergleich zu deutlich weniger Verstößen: 1.688 mal löste der Blitzer aus. Dafür fahren viele Fahrer tagsüber hier unsicher und mit deutlich unter den erlaubten 50 km/h - offenbar ist die Ausschilderung für viele nicht deutlich genug. Die Stadt hatte für die vier Geschwindigkeitsmessanlagen, drei Rotlicht-Messpunkte sowie ein mobiles Blitzer-Fahrzeug inklusive Personalkosten rund 405.000 Euro für 2016 investiert. Sollten alle Tempoverstöße aus dem Oktober Bußgeldpflichtig werden, kämen schon 187.425 davon wieder in die Kasse. Grote hatte vor der Einführung mehrfach betont, Ziel seien keine Mehreinnahmen sondern Lärmschutz und Sicherheit. Rekordhalter verspricht schon jetztdie Säule an der Schleswig-Holstein-Straße zu werden. Seit das Gerät erst wenige Tage vor Oktoberende aufgestellt wurde, blitzte das rote Licht bereits 735 mal.
Der Blitzer kann in beide Richtungen die Temposünder erfassen - rotes Licht nach Norden und Süden. Foto Nowatzky

Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 45 2016

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