Glashüttengrill für Jedermann

Urban Gardening-Fläche nimmt Gestalt an

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Nach getaner Arbeit schmeckt Peter Rudat und Kurt Timpe von Freyberg die erste Wurst besonders gut: Der "Glashüttengrill" ist fertig.
Peter Rudat und Kurt Timpe von Freyberg gönnen sich eine Wurst am "Glashüttengrill". Foto Nowatzky
Vor allem, weil die beiden engagierten Männer sich für das neue Konzept für eine Freifläche an der Müllerstraße in Glashütte begeistern konnten. Vor einem knappen Jahr hatte die Stadt die knapp Fußballfeld große Fläche gepachtet und als "Urban Gardening"-Fläche ausgewiesen. Jugendamt und Amt für Natur und Landschaftsschutz riefen gemeinsam die Glashütter zur Gestaltung der Fläche auf und vor allem Bauingenieur Peter Rudat und Klemptnermeister Timpe von Freyberg aus der Nachbarschaft fühlten sich angesprochen. Seitdem haben die Männer geplant, besprochen und bestellt. Die letzten Wochen wurde dann gemeinsam mit Hilfe des Bauhofes, einiger Jugendlicher und Nachbarn gebaut.
Zünftige Einweihung mit Würstchen. Foto Nowatzky
Entstanden ist eine gemütliche Fläche eingerahmt von Büschen und einer kleinen Palisade. Darauf die großen Mühlräder aus Beton mit dem fest installierten Grill mit Holzdach und gemütliche Bänke und Tische. Auf der anderen Seite steht ein großes Tipi. "Das ist ein irres Projekt, bei dem einem das Herz aufgeht", ist Carsten Reichentrog, Leiter der Jugendhilfe Süd, begeistert.
Carsten Reichentrog vor dem gemütlichen Grillplatz. "Ein toller Treffpunkt hier für Glashütte", sagt der Leiter der Jugendhilfe Süd. Foto Nowatzky
"Das ist ein echter Treffpunkt mit ganz vielen Möglichkeiten auch für unsere Kinder- und Jugendarbeit." Auch Kerstin Zacher ist begeistert. Die Geografin hatte das Projekt von Anfang an begleitet, die Anwohner vor Ort mit beraten und die Arbeit mit den städtischen Helfern koordiniert. Wo noch vor einem Jahr eine wilde und oft vermüllte Fläche war, gibt es jetzt neben dem neuen Grillplatz einen Garten der KiTa der Thomaskirche und viel Platz zum Spielen.
Kerstin Zacher freut sich, was alles auf dem brachliegenden Grundstück entstanden ist: Hinter ihr der Garten der Kindergarten-Kinder. Foto Nowatzky
Von Freyberg und Rudat machen jetzt erst einmal Urlaub, planen aber schon für weitere Ideen. Gemeinsam mit anderen Anwohnern möchten sie ein Backhaus bauen, in dem an regelmäßigen Backtagen jeder sein eigenes Brot backen kann. "So wie im Museumsdorf in Harburg", erklärt der Bauingenieur. Sollte die Stadt das OK geben, brauchen die beiden viele Helfer für den Bau. "Vorkenntnisse braucht man nicht, wir lernen alle an", verspricht Rudat.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 30 2016

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