Politik ist Jugendsache

Neuer KJB findet erste Themen

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Draußen sind knapp 30 Grad im Schatten, es ist Freitagnachmittag und die Freunde sind im Strandbad oder an der Costa Kiesa. Doch für Caroline, Cedric, Areti, Timo, Luklas, Florian und Julia spielt die Musik hier im Sitzungssaal 3 des Rathauses, jeden Freitag um 16.30 Uhr. Heute sind sie nur in der kleinen Runde bei der wöchentlichen Sitzung. Insgesamt zählen 13 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren zum jüngsten politischen Gremium der Stadt, dem Kinder und Jugendbeirat Norderstedt. Frisch gewählt und voller Elan haben sie in einem Einführungsseminar gerade ihre Projekte für die Wahlperiode abgesteckt. Als erstes wollen sie die Jugendlichen stärker einbinden. Mit einer Ideenwerkstatt, in der Schüler und Schülerinnen ihre Wünsche für neue Projekte, für Treffpunkte oder Aktionen äußern können. Gerade haben sie mit Unterstützung von Norderstedt Marketing eine Umfrage an den Schulen zu Freizeitmöglichkeiten abgeschlossen, jetzt wollen die 13 ambitionierten Nachwuchspolitiker sich mit neuen Aktionen noch stärker bei den Altersgenossen bekannt machen.
Der Kinder und Jugendberat Norderstedt. Florian, Areti, Timo, Caroline, Cedric, Julia und Lukas (v.l.). Es fehlen Milos, Nathaly, Karolina, Thies, Jan und Leon. Foto Nowatzky
Ein schon erfolgreiches Beispiel ist der Bunkerabend. Das vom Vorgänger-KJB eingeführte Musikevent ist mittlerweile eine feste Institution in Norderstedt Mitte bis zu 100 Jugendliche sind dabei wenn junge Bands und Nachwuchsmusiker spielen. Eine weitere Idee: Über den Tellerrand schauen. Um mit anderen Beiräten Ideen auszutauschen und auch gemeinsame Projekte zu starten, arbeitet das Norderstedter Team an einem Online-Forum für Beiräte. Cedric Gräper (17), sagt: "Wir wollen Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam machen, Erfahrungen austauschen und Politik präsentieren." Bis zu den Sommerferien soll das Forum fertig sein. Dann hat der KJB auch wieder Zeit, sich um die interkulturelle Woche zu kümmern. Im vergangenen Jahr war der Bunkerabend in das Abschlussfest im Festsaal am Falkenberg integriert, in diesem Jahr planen die Jugendlichen eine gemeinsame Kochrunde mit Migranten.
Erschienen: Norderstdter Wochenblatt, Ausgabe 24 2016

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