DStGB fordert Wohnungsbauförderung

Ausschuss tagt im Kulturwerk

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Der Deutsche Städte- und Gemeindebung DStGB verlangt von der Bundesregierung stärkere Unterstützung für den Wohnungsbau in den von ihm vertretenen über 11.000 vertretenen kreisangehörigen Städten und Gemeinden in Deutschland.
Arpad Bogya vom DStGB fordert mehr Geld für Wohnungsbau.Foto Nowatzky
Bei der Sitzung des Ausschusses für Städtebau und Umwelt im Kulturwerk in Norderstedt legte der DStGB, vertreten durch Referatsleiter Bernd Düsterdiek und Arpad Bogya als Ausschussvorsitzendem und Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen bei Hannover, einen acht-Punkte-Maßnahmen-Katalog vor. Vor allem vor dem Hintergrund des anhaltenden Flüchtlingsstromes wollen die Gemeinden von Bund und Ländern bessere Rahmenbedingungen für den öffentlichen und privaten Wohnungsbau. Unterstützt von Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, Vizepräsident des DStGBs forderte der Ausschuss eine Verdoppelung der Ausgleichszahlungen für soziale Wohnraum auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr. "Wohnungsbau muss wieder Bundesaufgabe sein", so Düsterdiek. Der Bund kritisiert, dass Mittel des Bundes in den Bundesländern sehr ungleich verteilt würden.
Hans-Joachim Grote ist 1. Vizepräsident des Deutschen Städte und Gemeinde Bundes DStGB. Foto Nowatzky
Bogya dazu: "Die Verteilung der Mittel pro Land ist sehr schwierig." Ein Punkt des Forderungskatalogs wird insbesondere die Norderstedter Bauwirtschaft freuen. "Überflüssige Standards abbauen", fordert der Bund im Hinblick auf gestiegene Baukosten durch unter anderem die Verschärfung der Energieeinsparverordnung EVE seit Anfang 2016. Diesen Punkt hatte auch Volker Heins, Geschäftsführer des Familienunternehmens Plambeck, beim letzten Richtfest seines Unternehmens gefordert. Gerade errichtet sein Unternehmen an der Horst-Embacher-Allee ein Bau mit 64 Sozialwohnungen. "Nach den neuen Standards wären die Baukosten noch höher gewesen. Gleichzeitig sind aber die Mieten festgelegt", so Heins. Bernd Düsterdiek: "Wir sind hier schon auf einem Spitzenniveau im europäischen Vergleich, die Verschärfung der EVE hätte man angesichts des großen Bedarfs nach günstigem Wohnraum auch auf Eis legen können."
Ausschuss für Städtebau und Umwelt des DStGB tagt in Norderstedt. Foto Nowatzky
Auch Norderstedts Oberbürgermeister Grote unterstützt: "Die Schere zwischen Baukosten und Mietpreis kann nicht noch weiter gehen, da muss die Förderung angepasst werden."
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 19 2016

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