Recht auf Rechte

Wo "KiRex" ist, gelten die Kinderrechte

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn "Kinder dürfen nicht geschlagen werden", sagt Latoya. Das Mädchen kennt sich gut aus, denn gemeinsam mit neun anderen Kindern hat sie im Haus der Jugend Kiwittsmoor ein Logo für Kinderrechte entwickelt.
Yvonne Nische, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit, freute sich über das einprägsame Logo der Kinder für die Kinderrechte. Foto Nowatzky
Ihr "KiRex" ist so einprägsam gelungen, dass der kleine bunte Roboter den Wettbewerb im Bezirk Nord als neues Logo für Kinderrechte gewonnen hat. Als Belohnung dürfen die jungen Designer jetzt gemeinsam einen Ausflug in den Heidepark auf Kosten des Bezirkes machen. Yvonne Nische, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirk, freute sich mit den Kindern über das gelungene Logo. Sie sagt: "Kinderrechte sind wichtig, auch in den kommunalen Einrichtungen." Und weil es um Kinder geht, sollten auch die Kinder selbst Ideen entwickeln. In den Spielhäusern und Häusern der Jugend wurde deshalb eifrig gemalt, die Entwürfe dann wieder ausgehängt und von den Kindern und Jugendlichen selbst bewertet. Dabei lag "KiRex" klar vorne. Corinne Meyering, Leiterin des Hauses der Jugend Kiwittsmoor, hat vor der Preisverleihung gemeinsam mit ihren Besuchern das Logo schon an allen Ecken des Hauses mit Leben gefüllt.
Auf dem Plakat ist "KiRex" etwas blass, aber Latoya hat sich einen Kuchen mit einem bunten KiRex ausgesucht. Foto Nowatzky
Bunte Window-Colour-Bilder an den Fenstern, große ausgemalte Plakate an den Wänden und kleine Fähnchen auf den Kuchen für die Preisverleihungs-Feier zeigen, dass KiRex hier schon zu Hause ist. Was genau sich hinter dem Thema Kinder-Rechte verbirgt, müssen die Kids allerdings noch überlegen. Als erstes fällt allen Gewaltfreiheit ein, doch hinter den UN Kinderrechtskonventionen steckt noch viel mehr: Kinder müssen vor Missbrauch geschützt werden, haben das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und auch zum Beispiel das Recht, dass ihre Meinung berücksichtigt wird. Immer dann, wenn es um Kinder geht. Dezernentin Nische ist dieser Punkt wichtig: "Wenn wir etwas für Kinder machen, geht es immer auch um Beteiligung", sagt sie. Und zeigte gleich, wie es geht: Statt Rede vor machte sie einen Dialog mit den über 30 Kindern, die zur Feier gekommen waren. "Da, wo künftig das Logo ist, gelten die Kinderrechte" wünscht sie sich. Um das auch für alle sichtbar zu machen, soll das Plakat mit KiRex in allen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk ausgehängt werden.
KiRex als Kuchenverzierung. Foto Nowatzky
Auf der im Haus enthüllten Version fehlte dem Robotermännchen allerdings etwas Farbe - auf dem Plakat im Standard-Hamburg-Design wirkte KiRex deshalb im Gegensatz zu seinen vielen bunten Kollegen an den Wänden des Jugendhauses etwas blass.
Erschienen: Wochenblatt Langenhorn, Ausgabe 08 2016

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