Fit für digitale Welt?

wilhelm.tel will Antworten liefern

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Was passiert mit meinen Daten im Internet? Gehe ich richtig mit emails, apps, Smartphone und meinen Daten um? Diese und viele weitere Fragen rund um die Digitalisierung will wilhelm.tel mit der neuen Veranstaltungsreihe "Digitaler Stresstest" klären. "Stresstest heißt, wir stellen alles auf den Prüfstand, alles in Frage", sagt wilhelm.tel-Geschäftsführer Theo Weirich. Das Thema beschäftigt auch Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, der die Stadtwerke mit ihrer Tochter wilhelm.tel als Bestandteil der Stadtentwicklung versteht. Bereits heute ist Norderstedt dabei, Verwaltungsprozesse mit dem Projekt "E-Government" zu digitalisieren. Zurzeit bedeutet das in erster Linie noch, statt einer Papierakte Daten digital zu speichern. Doch künftig will der Oberbürgermeister mehr Technik nutzen, um Abläufe vor allem für den Bürger schneller zu gestalten. "Als Stadt müssen wir dann die Sicherheit gewährleisten - und Vertrauen schaffen", deshalb hält Grote Aufklärung zum Thema Digitalisierung für wichtig. "Wenn ich morgen nach Leipzig fahre, habe ich meine Fahrkarte und meine Bahnkarte wie selbstverständlich auf dem Handy", erzählt er aus seiner eigenen Erfahrung. "Ich muss doch darüber nachdenken, was mit diesen Daten passiert." Wilhelm.tel-Chef Weirich will den Menschen die Angst nehmen, zeigen, wo Missbrauch möglich ist, aber vor allem auch die Chancen zeigen. Die Themen, auf den ersten Blick sehr abstrakt, sollen ganz konkrete Möglichkeiten zeigen. Im ersten Termin schon am 9. Februar gibt Weirich selbst einen Einblick in die Norderstedter Telekommunikation- und Versorgungsnetze, außerdem wird Michael Wiesner zeigen, wie man seine Daten schützt, welches Verhalten unsicher ist und in welchen Fällen die Nutzer "auf der sicheren Seite" sind. Birgit Aurelia Janetzky beschäftigt sich bei "Digitaler Nachlass" mit den vielen Benutzernamen und Passwörtern, die nach dem Tod im Netz verbleiben. Sie fragt: "Wer kümmert sich um den digitalen Nachlas?" und regt dazu an, das Internet zum Beispiel als virtuellen Raum für gemeinsame Trauer zu nutzen. Frank Tentler, Social-Web-Spezialist, unternimmt eine Reise in die Zukunft mit Smartphone und mobilem Web bei "Digitale Realität" und Michael Praetorius nimmt unter die Lupe, wie die digitale Identität aufgrund meiner Spuren im Netz aussieht und aus welchen Faktoren sie sich zusammensetzt. Die vier Themenabende im Jahresverlauf stehen allen Norderstedtern offen und sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. "Sollten die Vorträge zu voll werden, wiederholen wir das auch", verspricht Weirich. Bereits in dieser Woche, am 9. Februar, startete die Reihe mit dem Thema "Datensicherheit", am 10. Mai folgt "Digitaler Nachlass", 9. August "Digitale Realität" und am 8. November "Digitale Identität".
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (l.) und Wilhelm.te--Geschäftsführer Theo Weirich präsentierten Informationen zur Digitalisierung. Foto Nowatzky
Veranstaltungsort sind die Seminarräume Heidbergstraße 101-111, Anmeldung und Informationen unter www.wilhelm-tel.de/stresstest.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 05 2016

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