Mehr Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose

Fast 1000 Plätze bis Frühjahr 2016 möglich

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt 300 Flüchtlinge sind 2015 bisher nach Norderstedt gekommen. Bis Jahresende geht Stadträtin Anette Reinders von mindestens 320 weiteren Menschen aus, die aus den Krisengebieten kommen und hier unterkommen. "Man muss sich auf alles vorberieten", sagt sie und hat bereits zusätzliche Betten bestellt. Kurzfristig sind bestehende Unterkünfte aufgestockt worden, wie die Unterkunft in der ehemaligen Realschule Fadenstannen. Hier können zur Not zukünftig bis zu 180 Menschen untergebracht werden. Allerdings will die Sozialdezernentin Menschen nicht monatelang in Notunterkünften unterbringen, daher werden weitere Unterkünfte bis zum Frühjahr 2016 errichtet. Bisher hat Norderstedt 500 Plätze in verschiedenen Einrichtungen über die Stadt verteilt. Bis Ende des Jahres sollen weitere 230 dazu kommen. Zusätzlich wurde bereits der Ausbau um weitere 300 Plätze für das Frühjahr 2016 beschlossen. "Wir planen Häuser in Holzrahmenbauweise zum Beispiel in der Rathausallee", erklärt Reinders. Es soll Wohnungen mit zwei unterschiedlichen Grundrissen für Familien und Einzelpersonen geben. "Zelte können wir auf jeden Fall vermeiden" verspricht Anette Reinders. Verstärkt kämen jetzt Familien mit Kindern, in einigen Kindergärten würden bereits jetzt Flüchtlingskinder mit betreut. Im Hinblick auf die Schulsituation sieht Reinders die Lage noch entspannt.
Überblick über die Gemeinschaftsunterkünfte, Grafik Stadt Norderstedt
Das DAZ-Zentrum für den ersten Sprachunterricht ist in der Horst-Embacher-Schule untergebracht und laut Reinders noch aufnahmefähig.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 40 2015

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