Nachhaltig zahlt sich aus

Stadt sammelt Förderpreise für nachhaltiges Handeln

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Mit dem neuesten Norderstedter Nachhaltigkeits-Projekt TINK hat die Stadt eine Million Euro an Fördermitteln überschritten. Für die Transportradinitiative erhält Norderstedt vom BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) knapp über 141.000 Euro. 30 Lastenfahrräder sollen ab Frühjahr 2016 als Leihfahrzeuge in der Stadt zur Verfügung stehen und die Straßen entlasten. Seit 2000 hat Norderstedt zahlreiche Projekte angestoßen, 53 Auszeichnungen und viele Fördergelder erhalten. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote ist stolz auf das Image der Stadt als zukunftsorientierte und nachhaltige Kommune und davon überzeugt, dass das Thema bei den Mitarbeitern der Norderstedter Verwaltung fest verankert ist. "Das gehört nicht mehr wie vor 15 Jahren in die Öko-Ecke. Nachhaltigkeit ist inzwischen Allgemeingut", davon ist Norderstedts Verwaltungschef überzeugt. Drei kurze Fragen bringen für Grote nachhaltiges Handeln auf den Punkt: "1. ist es wirtschaftlich sinnvoll? 2. ist es fair / sozial gerecht? und 3. Hilft es der Umwelt?" definiert er die Formel, die er sich auch von Norderstedter Bürgern im ganz alltäglichen Verhalten wünscht. "Dafür sind keine großen Volksreden nötig, das ist etwas, dass die Leute vor Ort machen müssen", ist Grote überzeugt. Auch finanziell zahle sich dieses Denken aus. So rechnet der Verwaltungschef vor, Norderstedt habe seit 2000 mindestens 12,9 Millionen Euro Energiekosten durch Klimaschutzmaßnahmen eingespart. Reingewinn nach Investitionskosten: Über fünf Millionen Euro. Der Erfolg zieht weitere Projekte nach Norderstedt. Aktuell betreut das Amt Nachhaltiges Norderstedt vier Forschungsprojekte, bekommt häufige Anfragen aus Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland. Immer wieder, so Grote, werde die Stadt als Pilot ausgesucht wie gerade beim TINK Projekt oder im Wettbewerb "Zukunftsstadt" bei dem Norderstedt als eine von 52 Städten in Deutschland eine Vision 2030+ entwickeln soll. Die erste der insgesamt 53 Auszeichnung gab es übrigens im Jahr 2000 für das Lessing-Gymnasium.
Mit 141.000 Euro wird das Lastenfahrrad-Projekt der Stadt gefördert. Hier bei der Vorstellung am autofreien Sonntag an der Ulzburger Straße. Foto Stadt Norderstedt
Beim Wettbewerb "Solar Schulen 2000" erhielt die Schule einen Förderpreis von 15.000 Mark - 7.669,35 Euro.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 40 2015

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