Grün gemeinsam gestalten

Stadt stellt Fläche in Glashütte

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Ein großes Schild kündigt in Glashütte eine neue Idee an: Urban Gardening heißt das Stichwort. Schon in einigen Großstädten werden städtische Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten von Anwohnern gärtnerisch genutzt und auch gemeinsam gestaltet - eben städtisches Gärtnern. Die Norderstedter Verwaltung hat eine etwa 5.000 Quadratmeter große Fläche direkt vor den Hochhäusern an der Mittelstraße gepachtet. Hier soll eine Grünfläche für das ganze Quartier entstehen.
Kerstin Zacher direkt an der Grünfläche. Ein Schild wirbt um Mitgestalter. Foto Nowatzky
Neu dabei: Die Anwohner sind aufgefordert, mit Ideen und Arbeitskraft die Fläche zu gestalten. Auf einem Plakat rufen Kerstin Zacher vom Fachbereich Natur und Landschaft und ihr Kollege Detlev Scholz-Brandtberg, Koordinator der offenen Kinder und Jugendarbeit im Sozialraum Glashütte, jeden mit Ideen und Spaß am Gestalten zum mitmachen auf. Erst einmal zehn Jahre hat die Stadt die Fläche, etwa halb so groß wie ein Sportplatz, gepachtet. Nachdem jetzt das biologische Gutachten vorliegt, kann ab 1. Oktober mit Vorarbeiten begonnen werden. "Wir haben einen Teil schon mal mähen lassen", zeigt Zacher vor Ort. Außerdem sollen noch kleinere Gehölze oder Sträucher entfernt werden, damit viel Platz für die freie Gestaltung ist. "Aber wir sind offen für alles, was an Ideen kommt", erklärt die Diplom-Geographin. " Die Bäume und der Gehölzrand sollen auf jeden Fall stehen bleiben. In Planung ist bereits ein Zaun zur Segeberger Chaussee, damit das Gelände auch für spielende Kinder zur Bundesstraße begrenzt ist. Ansonsten soll es erst einmal keine Begrenzung der Ideen geben. Ob Gärtnern, Freizeit oder Spielflächen, erst einmal sollen Ideen gesammelt werden. Dafür wird es einen gemeinsamen Termin an der Fläche geben zu dem das Amt alle Interessierten einladen will.
Die Grünfläche vor den Hochhäusern ist etwa halb so groß wie ein Sportplatz und erstreckt sich von der Segeberger Chaussee im Nord-Westen bis zum Spielplatz im Süd-Osten (nicht mehr im Bild zu sehen). Foto Nowatzky
Meldung einfach unter 5245341 bei Detlev Scholz-Brandenburg. Einige Anrufe sind auch bereits eingegangen. So hat ein Kindergarten aus der Nähe schon Interesse bekundet, einen Teil der Fläche mitzugestalten.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 40 2015

Mehr Texte finden Sie im Archiv