Jugend forscht Schule steht in Norderstedt

Gymnasium Harksheide ist Keimzelle für junge Foscher

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt "Im Jubiläumsjahr des Wettbewerbes "Jugend forscht" zum 50. Geburtstag Schleswig-Holsteins " Jugend forscht Schule" zu werden, ist schon etwas Besonderes", betonte Bildungsministerin Britta Ernst bei ihrer Ansprache im Gymnasium Harksheide. Seit neun Jahren nehmen Schüler aus der Forscher-AG des Gymnasiums an dem Nachwuchswettbewerb teil, auch in diesem Jahr wieder mit beeindruckenden Erfolgen. 24 Schüler mit 17 Projekten hatten sich in unterschiedlichen Jahrgängen beworben.
Rieke-Marie Hackbarth gewann den Landeswettbewerb und einen Sonderbreis im Bundeswettbewerb und hat ihr sich selbst desinfizierendes Stethoskop zum Patent angemeldet. Foto Nowatzky
Den größten Erfolg erzielte die erst 14-jährige Rieke-Marie Hackbarth aus der neunten Klasse mit ihrem sich selbst dezinfizierenden Mikroskop. Aus dem Wettbewerb Schüler experimentieren wurde ihre Arbeit hochgestuft zu Jugend forscht und gewann dort den Landestitel. Damit durfte Rieke-Marie als zweite Schülerin des Gymnasiums am Bundeswettbewerb teilnehmen und erhielt für ihre Erfindung den Sonderpreis für Naturwissenschaft und Technik der Wilhelm und Else Hercus Stiftung. Das Besondere: Das Stethoskop desinfiziert sich wirklich von selbst.
Ole Beier (l.) und Nick Stockhoff zeigen Bildungsministerin Britta Ernst ihre selbstprogrammierten Lego-Roboter. Foto Nowatzky
"Ich wollte, das es automatisch geht und man es nicht vergessen kann", erklärt die 14-jährige, die das Stethoskop jetzt auch zum Patent anmeldete und schon viel Lob von Ärzten zu ihrer Idee hörte. Rieke-Marie entwickelte ihre Erfindung im Wahlpflichtkurs "Forschen und Erfinden", der seit zwei Jahren zusätzlich an der Schule angeboten wird. Für die Auszeichnung zur Jugend forscht Schule 2015 standen neben den Erfolgen der Schüler das besondere Engagement der Lehrer und der Schulleitung im Vordergrund. "Ich weiß, Schule macht viel Arbeit und bringt viele Herausforderungen", würdigte Bildungsministerin Ernst. "Sie sind ein Vorbild für andere Schulen in Schleswig-Holstein." Auch Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote zeigte sich beeindruckt von den Forscherleistungen der Schüler: "Wir als Stadt sind stolz auf unser Gymnasium Hakrsheide." Vor zwei Jahren hatte die Stadt der Schule einen neuen Naturwissenschaftlichen Trakt gebaut und damit gerade auch die Arbeitsbedingungen der jungen Forscher verbessert.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 28 2015