Geschichte zum Anfassen

Geschichtsträchtiger Pfad eröffnet

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt 17 Schilder auf blauem Grund laden ab sofort zum Entdecken von Formen, Gebäuden, Ereignissen und Menschen aus Glashüttes Geschichte ein. "Eine fast unendliche Geschichte - die Entstehung des Geschichtspfades Glashütte", beschreibt Günter Bade zur Eröffnung am Gedenkstein die Arbeit mit Werner Pein, Peter Reimann und Dr. Manfred von Essen. Denn erst im November 2013 nahm die Arbeit so richtig Fahrt auf. Vier Jahre nach der ersten Idee stehen jetzt die Stahlpfeiler mit Fotos und Erklärungen an 17 geschichtsträchtigen Stellen im Stadtteil. Von der ehemaligen Windmühle am Glashütter Markt über die "Gastwirtschaft zur Glashütte" und die JVA Glasmoor bis zum Immenhof mit dem Hinweis auf das frühere Bauernhaus an dieser Stelle läuft der Pfad einmal quer durch den östlichen Stadtteil Norderstedts. In akribischer Kleinarbeit haben sich die beiden Glashütter Werner Pein und Günter Bade gemeinsam mit Peter Reimann vom Heimatbund in die Geschichte ihres Stadtteils gestürzt. "Wenn wir es nicht machen, macht es keiner", war ihr Antrieb. Unterstützt vom Leiter des Stadtarchives Dr. Manfred von Essen suchten sie Bilder, Informationen und Texte, gleichzeitig machten sie sich auf die Suche nach Sponsoren. So erfolgreich, dass zu den geplanten 16 Standorten sogar einer dazukam: Die "Glashütte" im Wilstedter Weg. Das Betriebsamt unterstützte mit der fachgerechten Aufstellung der 17 Hinweistafeln - ausgestattet mit einem genauen Plan des Organisationsteams. Für Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote steckt kein Widerspruch in der Eröffnung des zweiten Stadtteilgeschichtspfades zur Identifikation mit der Stadt Norderstedt. "Das ist der Erfolg unserer Stadt. Wir haben hier die Nähe und die Nachbarschaft im Quartier und sind dennoch Bestandteil einer großen Stadt", lobte er das Engagement.
Erscheint: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 20 2014