Fahrradparkhaus im Bau

Bald Service-Station am Rathaus

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Die Bodenplatte für das neue Fahrradparkhaus ist fertig, wenn alles glatt geht, kann die Station direkt neben dem Rathaus und an der U-Bahnstation Norderstedt Mitte noch in diesem Jahr eingeweiht werden. Gert Kekstadt, Geschäftsführer der HAB Servicegesellschaft, wird mit seinen Leuten das neue Service-Angebot in NoMi betreuen. Die HAB ist eine 100-prozentige Tochter der AWO und betreibt seit 2012 die Radstation am Bergedorfer Bahnhof. Ehemals gehörte die HAB zur Hamburger Arbeit und hat sich als Motto die Integration Langzeitarbeitsloser in die Arbeitswelt auf die Fahnen geschrieben. "Wir sind ein klassischer Dienstleister, aber haben einen Gemeinwohl-Ansatz", erklärt Kekstadt. Ein Ziel ist es, mit seinen Dienstleistungen Menschen zurück in Sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu bringen. Das hat in Bergedorf schon gut funktioniert, auch in Norderstedt setzt Kekstadt auf Leute vor Ort. Bis zu elf Mitarbeiter könnte das Fahrradparkhaus mit angeschlossenem Shop und Reparaturwerkstatt am Ende haben, wenn möglich mit Norderstedter Adresse. "Wir wollen hier hilfsbereite, freundliche Mitarbeiter, die sich mit dem Standort identifizieren", erklärt der zukünftige Chef. Ziel sei, in den Öffnungszeiten Montag bis Freitag zwischen 7 und 19.30 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr und Sonntag 11 bis 15 Uhr für die Kunden immer einen freundlichen Ansprechpartner vor Ort zu haben. "Dazu gehört heute in Bergedorf auch, dass die Mitarbeiter Hilfe bei der Rad-Tour-Planung geben, erklären, mit welchem Bus man am besten weiterfährt und so weiter", so Kekstadt. Außerhalb der Öffnungszeiten sollen die Kunden ihr Rad mit einem Chip auslösen können, für Dauerkunden gilt ohnehin 24-Stunden-Ein- und Ausfahrt. Auch die Preise stehen schon fest: 70 Cent pro Tag, 7 Euro pro Monat oder als Dauerparker 70 Euro im Jahr - also umgerechnet 19 Cent pro Tag soll das Parkhaus kosten. "Dafür steht das Fahrrad sicher und trocken und es gibt auch die Möglichkeit, kleinere Reparaturen gleich während der Parkzeit erledigen zu lassen", zählt der Betreiber auf. je nachdem, wann genau Kekstadt mit seinen zukünftigen Mitarbeitern einziehen kann, wird es zu Beginn einen Probebetrieb geben. "Kurz vor Weihnachten macht es keinen Sinn, mit einer kompletten Mannschaft zu starten", schmunzelt er. Kekstadt will erreichen, dass das Fahrradparkhaus ein Anlaufpunkt wird. Die gläserne Fassade soll Einblick in die Werkstatt geben und auch Workshops rund um die Fahrradreparatur kann er sich vorstellen.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 21 2015