2. Opernball für Norderstedt

Ab sofort Karten fürs Norderstedts gesellschaftliches Großereignis

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Jetzt ist es amtlich - der Opernball Norderstedt geht in die zweite Auflage. Diesmal am 21. November 2015 mit Tanzsport-Profi Joachim Lambi, der die Moderation des 2. Norderstedter Opernball übernimmt. Bereits seit wenigen Tagen gibt es Karten für die 430 Sitzplätze in der Tribühne im Verkauf. Geschäftsführer Rajas Thiele ist überzeugt: "Die Karten sind wieder nach drei Wochen ausverkauft." Im vergangenen Jahr hatte die meno (Mehrzwecksäle Norderstedt) das Projekt Opernball in Norderstedt zum ersten Mal gewagt. Das Konzept ging auf: Eine Veranstaltung mit dem Focus auf viel Tanz, so wie mal in der Tanzschule gelernt, hatte laut Rückmeldung vieler Norderstedter noch gefehlt. Die Nachfrage war größer als gedacht und so richteten die Veranstalter kurzerhand noch zusätzliche Plätze ein. Bis Nachts um drei Uhr tanzten die Norderstedter - rund 60 Prozent der Gäste kamen aus der Stadt, die anderen aus der näheren Umgebung. In diesem Jahr wird dann gleich etwas größer geplant. Auch die Tanzfläche wird wieder größer, elf mal 14 Meter bietet Thiele seinen Gästen an. Dazu wieder ein Programm, das angelehnt an die großen Opernbälle in Wien oder Dresden ganz klassisch beginnt: Mit dem Einzug der Debütantinnen und Debütanten. Die wird wieder Thomas Fürmeyer, TSG Creativ, ausbilden. Nach dem Einzug sollen die möglichst einheitlich gekleideten jungen Damen und Herren einen gemeinsamen Wiener Walzer vorführen - dafür hat Fürmeyer acht Stunden Unterricht vor dem Ball eingeplant. "Schön wäre, wenn sich 25 bis 30 Paare bei mir melden", hofft er auf rege Beteiligung und verweist schmunzelnd auf 180 Debütanten auf dem Dresdner Opernball. Informationen und Anmeldeformulare dazu können unter tribuehne.de herunterheladen werden.
Sie üben schon mal für den 2. Opernball: (v.l.) Sabine Junck mit Oliver Weiß, Mrtina Klinger mit Philip Leuchtenberger, Hella Schmidt mit Rajay Thiele und Tanzprofi Thomas Fürmeyer. Foto Nowatzky
Weitere Programmpunkte: Das Opernloft wird Arien aus Tosca vortragen, die Latein-A-Formation des Club-Saltatio Hamburg wird auftreten, eine Charity-Tombola mit tollen Preisen soll Geld für die Kulturstiftung Norderstedt hereinbringen und dazu gibt es - ganz nach dem Vorbild der großen Opernbälle - wieder Roulette und Black Jack als Unterhaltungsprogramm im Foyer. "Allerdings nicht um Geld", betont Thiele. Jeder Gast erhält Jetons, am Ende wird der Sieger nach Punkten ausgezählt und bekanntgegeben. Vor allem steht aber eines im Vordergrund: "Die Leute sollen Spaß am tanzen haben", so Rajas Thiele. Wer dazu - wie der Hausherr - noch Unterstützung braucht, kann vorher Auffrischungskurse im Verein bei Thomas Fürmeyer buchen und sich für den großen Ballabend fit machen lassen. Finanziert wird der Ball zum einen durch die Eintrittspreise, in diesem Jahr mit 69 Euro zehn Euro mehr als bei der Premiere. Dazu kommt wieder die Unterstützung durch Werbepartner: Der Norderstedter Sender wilhelm.tel und Hamburg Airport werden als Hauptwerbepartner den Ball unterstützen. Im vergangenen Jahr hatte es über die Beteiligung des stadteigenen Betriebes Unmut gegeben, doch Marketingleiter Oliver Weiß sagt: "Wir haben in der Stadt einen Versorgungsauftrag. Und das gilt auch für soziale, sportliche und kulturelle Infrastruktur." Weil der Opernball ab sofort beworben wird, rechnet Weiß mit viel positiven Effekten auch für sein Unternehmen. Ebenfalls bereits erprobt: Das "Valet-Parken". Ab 18.30 Uhr wird Philip Leuchtenberger, Inhaber von Stadac an der Ohechaussee, mit seinem Team kostenfrei die Autos der Besucher sicher parken und am Ende des Abends wieder an den roten Teppich vorfahren.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 19 2015