Intelligenter Tarif soll Kosten sparen

Stadtwerke präsentieren FairWatt

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt Die Stadtwerke Norderstedt setzen verstärkt auf digitale Stromzähler, die sogenannten Smartmeter. Bereits 30 Prozent der Haushalte in Norderstedt wurden mit den "intelligenten Stromzählern" ausgestattet. Sie sind auch die Voraussetzung für den neuen Tarif, mit dem der stadteigene Stromanbieter seit einigen Tagen wirbt. "FairWatt" heißt der Tarif, der laut Produktmanager Nils Sadowski über eine eingebaute Sparautomatik verfügt. Je nach Verbrauch wählt das Smartmeter den dafür günstigsten Tarif aus acht Möglichkeiten. Rund 20 Prozent der Norderstedter nutzen zwar das Netz der Stadtwerke, beziehen ihren Strom aber über einen anderen Anbieter. Das will Geschäftsführer Theo Weirich mit dem neuen System ändern. Bis 2016 will er alle 32.000 Haushalte mit Smartmetern ausstatten und so ermöglichen, dass monatlich der Stromverbrauch direkt abgerechnet werden kann.
Stromtarif je nach Verbrauch: Das soll FairWatt laut Geschäftsführer Theo Weirich (r.) und Produktmanager Nils Sadowski bringen. Foto Nowatzky
"Laut einer Untersuchung der GfK sparen alleine dadurch Stromkunden zwischen sechs und zwölf Euro", rechnet Weirich vor. Außerdem wollen die Stadtwerke mit dem neuen Tarif konkurrenzfähiger werden. "Für alle Kunden wird es gegenüber den alten Tarifen günstiger", verspricht Sadowski. Damit schaffen es die Stadtwerke auf der Stromvergleichsseite Verivox für eine durchschnittliche Familie mit 2500 Kilowattstunden im Jahr unter die günstigsten 30 Tarife, bei Kleinfamilien mit nur 1000 KW/h sogar auf Platz xx. Der neue Tarif wird die Tarife McWatt und Norderstedt Spezial ablösen. Doch Weirich weiß aus Erfahrung: „Tarife haben ein ewiges Leben.“ Heißt: Auch wenn neue Tarife günstiger sind, bleiben immer einige Kunden aus Gewohnheit beim bisherigen Modell.
Erschienen: Norderstedter Wochenblatt, Ausgabe 18 2015